Glossar

Abirateron Medikament zur Hormonentzugstherapie im kastrationsresistenten Stadium, das die Produktion von Testosteron im Körper hemmt
active surveillance Aktive Überwachung eines diagnostizierten Prostatakarzinoms, um die Behandlung bis zu einer fälligen Therapieentscheidung herauszuzögern. Dadurch wird der Patient vor vermeidbaren Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie so lange wie möglich geschützt
Alpha-Strahlung Aus Alpha-Teilchen bestehende, energiereiche Strahlung mit geringer Reichweite und Durchdringungskraft. Alpha-Teilchen entstehen durch radioaktiven Zerfall eines Atomkerns und bestehen aus zwei Protonen und zwei Neutronen
Antiandrogene Medikamente, die die Wirkung von Testosteron an seinen Zielzellen verhindern, indem sie das Andocken des Hormons an seinen Rezeptor blockieren
Beta-Strahlung Beim Kernzerfall entstehende Strahlung aus Beta-Teilchen (Elektronen) mit der Fähigkeit größere Entfernungen und Hindernisse zu durchdringen
Bisphosphonate Wirkstoffe, die den Abbau von Knochensubstanz hemmen
Brachytherapie Bestrahlung des lokalen Prostatakarzinoms von innen durch das Einführen kleiner radioaktiv strahlender Stifte, sogenannter Seeds
Cabazitaxel Zur Chemotherapie verwendeter Wirkstoff, der die Teilung von Krebszellen verhindert
Chemische Kastration Unterbinden der Bildung von Testosteron im Körper durch Medikamente
Chemotherapie Medikamentöse Therapie zur Bekämpfung schnellwachsender Krebszellen durch Zytostatika
CRPC Kastrationsresistentes Prostatakarzinom (castration-resistant prostate cancer)
CT Computertomographie, hochauflösendes bildgebendes Verfahren
Denosumab Medikament, das dem Abbau von Knochensubstanz entgegenwirkt
DNA Desoxyribonukleinsäure (deoxyribonucleic acid): Biomolekül, in dem die Informationen des Erbguts gespeichert sind
Docetaxel Zur Chemotherapie des mCRPC eingesetzter Wirkstoff, der die Teilung von Tumorzellen hemmen kann
Enzalutamid Antiandrogen zur Therapie des mCRPC
Erbgut Siehe DNA
Erstlinientherapie Leitliniengerechte Therapie, die bei den meisten Patienten zunächst eingesetzt wird
Fraktur Knochenbruch
Hormon Signal- und Botenmolekül zur Regulation verschiedener Körperfunktionen (Beispiel: Testosteron, männliches Geschlechtshormon)
Hormonentzug Blockade der Bildung von Testosteron durch Medikamente wie LHRH (Luteinisierendes Hormon-Releasing-Hormon)
Injektion Verabreichen einer Flüssigkeit mittels Spritze in ein Blutgefäß durch den Arzt
Isotop Siehe Nuklid
Karzinom Bösartige Gewebeneubildungen, Krebs
Kastration Unterbinden der Produktion von Testosteron durch chirurgisches Entfernen der Hoden
Kastrationsresistenz Der Tumor entwickelt sich nach einiger Zeit trotz Hormonentzugstherapie weiter
Knochenmetastasen Tochtergeschwülste des Tumors, die sich in den Knochen absiedeln
Knochenszintigraphie Siehe Szintigraphie
Leitlinie Von medizinischen Fachgesellschaften empfohlenes Vorgehen in der Therapie, das durch klinische Studien und Expertenmeinungen belegt ist
LHRH Luteinisierendes Hormon-Releasing-Hormon, das die Freisetzung weiterer Hormone steuert; auch Gonadotropin releasing hormone (GnRH) genannt
mCRPC Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom (metastatic castration-resistant prostate cancer)
Metastasen Im Körper auftretende Tochtergeschwülste des ursprünglichen Tumors
MRT Magnetresonanztomographie, hochauflösendes bildgebendes Verfahren, auch Kernspin genannt
Nuklid Atomsorte, beschreibt den Aufbau und die Verteilung der Bausteine des Atoms
Nuklearmedizin Fachbereich der Medizin, in dem radioaktive Substanzen zur Diagnose und Therapie von Erkrankungen eingesetzt werden
Onkologie Fachbereich der Medizin, spezialisiert auf Tumor-Erkrankungen
Prostata Gehört zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes, besitzt in etwa die Größe einer Walnuss und liegt unterhalb der Harnblase; umschließt die Harnröhre
PSA Prostata-spezifisches Antigen, Marker zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Prostatakrebs
Radioaktivität Beim natürlichen Zerfall von Radionukliden entstehende Strahlung
Radionuklide Oberbegriff für radioaktive Elemente
Radioonkologie Fachbereich in der Medizin, der sich insbesondere auf den Einsatz radioaktiver bzw. ionisierender Strahlung konzentriert, um Krankheiten zu heilen oder ihr Fortschreiten zu verzögern
Radiopharmazeutikum Radioaktiver Wirkstoff, dessen Strahlung zur Diagnose oder Behandlung von Erkrankungen eingesetzt wird
Radium Element, das natürlicherweise als radioaktives Isotop vorkommt und sehr ähnliche chemischen Eigenschaften wie Kalzium (einem Hauptbestandteil von Knochen) hat
Radium-223-dichlorid Wirkstoff einer Therapie zur Behandlung von Knochenmetastasen
Rezidiv Wiederauftreten des Prostatakrebses nach einem zunächst festgestellten Heilungserfolg
Samarium-153 Wirkstoff zur Schmerzlinderung bei Knochenmetastasen
Seeds Kleine radioaktiv strahlende Kapseln, die in das Prostatakarzinom eingebracht werden und dort verbleiben
Stoffwechsel Transport und Umwandlung von Stoffen im Organismus, wie beispielsweise in Knochen, die ständig auf- und abgebaut werden; Knochenmetastasen zeigen wegen übermäßigen Wachstums einen stark erhöhten Stoffwechsel
Skelettszintigraphie Siehe Szintigraphie
Symptomatisch „Beschwerden verursachend“
Szintigraphie Bildgebende Untersuchung aus der nuklearmedizinischen Praxis zur Diagnose und Darstellung von Veränderungen im Knochenstoffwechsel (z. B. zur Feststellung von Metastasen)
Testosteron Männliches Geschlechtshormon, das unter anderem Wachstum von Zellen reguliert
Urologie Fachbereich in der Medizin, der insbesondere auf Krankheiten der Nieren, Harnwege und der männliche Geschlechtsorgane spezialisiert ist
Viszeralmetastase Tochtergeschwulst eines Tumors in einem inneren Organ
Zweitlinientherapie Behandlung, die zum Einsatz kommt, wenn die Erstlinientherapie versagt oder nicht durchgeführt werden kann
Zytostatikum Medikament für die Chemotherapie