Krankheitsverlauf beim Prostatakrebs

In frühen Stadien der Erkrankung ist der Tumor noch auf die Prostata selbst begrenzt und hat die Kapsel des Organs nicht durchbrochen. In diesem Fall bestehen gute Aussichten, dass der Krebs vollständig geheilt werden kann. Dies ist im begrenzteren Umfang auch noch im lokal fortgeschrittenen Stadium möglich, d.h. wenn der Tumor bereits aus der Prostata hinausgewachsen ist oder sogar umliegendes Gewebe befallen hat. Haben sich jedoch bereits Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen gebildet, besteht in der Regel keine Möglichkeit mehr auf Heilung. Für den weiteren Verlauf der Erkrankung ist es dabei ungünstig, wenn sich Tochtergeschwülste in den Skelettknochen gebildet haben, was beim Großteil der Patienten in diesem Stadium der Fall ist.

Diese Knochenmetastasen entstehen meist im Bereich des Beckens, der Wirbelsäule oder des Brustkorbs. Sie können sehr starke Schmerzen hervorrufen und so die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Zudem kommt es in ihrer Umgebung häufig zu spontanen Knochenbrüchen oder dem Zusammenbruch von Wirbelkörpern. Letzteres kann zur Kompression von Nervensträngen in der Wirbelsäule und damit zu Lähmungen führen. Das Vorliegen von Knochenmetastasen ist in der Regel zudem mit einer kürzeren Lebenserwartung verbunden.